ODIN - Gebührentabelle für nachgehende Vorsorge

Voraussetzung für die Erstattung der ärztlichen Gebühren bei nachgehender Vorsorge ist ein durch ODIN erteilter Auftrag. Die Gebühren richten sich nach dem Leistungsumfang, der in den DGUV Grundsätzen für arbeitsmedizinische Vorsorgen angegeben ist.

Selbstverständlich kann d. Ärztin/Arzt frei entscheiden, welche der beschriebenen Vorsorgen entfallen kann, wenn diese nicht indiziert sind. Werden über die in den Empfehlungen des Grundsatzes genannten Untersuchungsmöglichkeiten hinaus weitere Vorsorgen erforderlich, kann eine Kostenübernahme nur nach vorheriger Rücksprache und Kostenzusage durch den jeweiligen Unfallversicherungsträger erfolgen.

Zur Orientierung über die Höhe der erstattungsfähigen Beträge dienen die nachstehenden Gebührensätze für die Abrechnung ärztlicher Leistungen bei nachgehender Vorsorge im Auftrag von ODIN. Die Abrechnung der ärztlichen Leistungen erfolgt ab dem 01.08.2022 auf Basis der gemeinsamen Gebührentabelle aller Vorsorgedienste der DGUV Vorsorge zur Vergütung ärztlicher Leistungen in der nachgehenden Vorsorge. Dies gilt auch dann, wenn andere Ärztinnen/Ärzte hinzugezogen werden müssen.

Die beauftragten Ärztinnen/Ärzte können selbst entscheiden, ob sie die durch ODIN in Auftrag gegebene nachgehende Vorsorge unter den vorgenannten Bedingungen durchführen wollen. Wenn sie mit der Gebührenregelung nicht einverstanden sind, müssen sie den jeweiligen Auftrag mit einem entsprechenden Hinweis an ODIN zurückgeben.

Vorsorge ab 01.08.2022 nach DGUV-Grundsatz (Stand: Juli 2022):

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G 4- Hautkrebs
G 8 - Benzol
G 14 - Trichlorethen (Trichlorethylen)
G 15 - Chrom-VI-Verbindungen
G 16 - Arsen-Verbindungen
G 32 - Cadmium-Verbindungen
G 33 - Aromatische Nitroverbindungen (krebserzeugend)
G 36 - Vinylchlorid
G 38 - Nickel
G 40 - Krebserzeugende Gefahrstoffe - allgemein
G 44 - Hartholzstäube
Beruflich strahlenexponierte Personen

Gebührentabelle bis 07/2022 ein-/ausblenden

Unklare Fälle:

Der beauftragte Arzt kann erforderlichenfalls selbst Ergänzungsuntersuchungen durchführen oder diese veranlassen. In der Frage, ob es sich dabei noch um den Bestandteil einer nachgehenden Vorsorge im Rahmen der Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze oder um eine Kassenleistung handelt, wird die vorherige Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger empfohlen.

Eine Ärztliche Ausfallpauschale kann nur bei Nichtabsage des Vorsorgetermins bzw. bei Absage weniger als 24 Stunden vor dem Termin als Ausgleich eines tatsächlich entstandenen Verdienstausfalls gefordert werden (Position N 5.3: 26,82 EUR).