Informationen für Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber

Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber müssen die Vorsorge während einer Tätigkeit mit krebserzeugenden bzw. erbgutverändernden Gefahrstoffen selbst durchführen oder anbieten. Sie können die nachgehenden Vorsorge, die nach dem Ende des Beschäftigungs­verhältnisses anzubieten ist, unter bestimmten Voraussetzungen auf den zuständigen Unfallversicherungsträger bzw. ODIN übertragen. Bei einer Übertragung der nachgehenden Vorsorge auf ODIN ist insbesondere das bestehende ODIN-Meldeverfahren zu beachten und eine Einwilligungserklärung der betroffenen Personen notwendig.

Wer kann gemeldet werden?

Sofern Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber ihre Verpflichtung zum Angebot von nachgehender Vorsorge auf den für sie zuständigen Unfallversicherungsträger übertragen, können diejenigen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer gemeldet werden, die eine Tätigkeit mit Exposition gegenüber krebserzeugenden bzw. erbgutverändernden Stoffen und Zubereitungen der Kategorie 1 A oder 1 B (GHS) im Sinne der Gefahrstoffverordnung ausüben oder ausgeübt haben.

Wann ist zu melden?

Die Anmeldung bei ODIN ist bereits zu Beginn einer Tätigkeit mit krebserzeugenden bzw. erbgutverändernden Gefahrstoffen sinnvoll. Damit sollen doppelte Vorsorgen bei eventuellen erneuten Expositionen von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern in anderen Betrieben vermieden werden. Spätestens nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen ist eine weitere Meldung mit dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses, der Dauer der Exposition, dem Datum der letzten arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung und dem Arzt, der diese durchführte, abzugeben.

Wie wird gemeldet?

Seit März 2015 hat die ZED (Datenbank zur zentralen Erfassung gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen exponierter Beschäftigter) ihre Arbeit aufgenommen. Die ZED ist ein Angebot der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) an die Unternehmen, um deren Verpflichtungen nach der Gefahrstoffverordnung nachzukommen. Die ZED bietet aber auch die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber gleichzeitig seinen Meldeverpflichtungen nach den Bestimmungen der ArbMedVV nachkommt und ohne weitere arbeitsaufwändige Schritte seine Beschäftigten an ODIN zur Organisation der nachgehenden Vorsorge meldet.

Für die Meldungen an ODIN steht weiter ein sechsseitiger Meldebogen (Bögen A - F) zur Verfügung. Dieser enthält von der ersten Anmeldung bis zum Ausscheiden aus dem Unternehmen alle Informationen, die für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Unfall­versicherungs­trägern, Ärzten und ODIN erforderlich sind. Der komplette ODIN-Meldebogen mit den Informationen für Versicherte enthält unter anderem auch datenschutzrelevante Angaben für die Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer. Darüber hinaus werden wichtige Hinweise für den Arbeitgeber zum Meldeverfahren, zum Ausfüllen und zur Handhabung der einzelnen Bögen gegeben.

Die ODIN-Meldebögen A, C und D können Sie auf dieser Homepage ausfüllen und anschließend einzeln oder als kompletten Satz ausdrucken. Die jeweiligen Durchschläge (Bogen B, E und F) sowie die zugehörigen Informationen für die Versicherten sind ebenfalls auszudrucken und den betroffenen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern aus Datenschutzgründen auszuhändigen. Auch die Speicherung der Meldungen auf dem eigenen Rechner ist möglich und wird zur späteren lückenlosen Dokumentation empfohlen.

Egal welche Lösung gewählt wird: Für eine Meldung an ODIN ist eine individuelle Einverständniserklärung d. Beschäftigten notwendig. Diese Erklärung muss dem Arbeitgeber vor der Weitergabe der Daten an den Unfallversicherungsträger bzw. an die ZED zur Meldung an ODIN vorliegen und auch archiviert werden. Liegt dem Arbeitgeber keine Einverständniserklärung vor, darf keine Weitergabe von Daten erfolgen.